Globale Intelligenz

Genialität durch Vielfalt

Das Erfolgsprinzip der Natur ist ihre Vielfalt.

Das Misserfolgsprinzip des Menschen ist seine Einseitigkeit.

 

 

 

Band 3

Ausweg Kooperation

Kooperationsethik und Kooperationswirtschaft

Erscheinungstermin ca. Mitte 2018

 

In Band 3 wird dem heute in fast allen Lebensbereichen anzutreffenden völlig einseitigen Egoismus die in der Evolution so erfolgreiche menschliche Strategie der Kooperation gegenübergestellt. Kooperation beinhaltet sowohl die Berücksichtigung der eigenen Interessen wie auch die des Gegenübers. Zeitgemäße Kooperation – basierend auf dem Prinzip der Goldenen Regel – umfasst sowohl Eigen-, Gemein- und Universalwohl. Das Universalwohl berücksichtigt die Interessen der Menschheit insgesamt und umfasst auch den angemessenen Umgang mit dem Lebensraum Erde.

Der angeblich durch und durch rationale Egoist "Homo oeconomicus" ist nichts weiter als ein eingeredetes und heraufbeschworenes Fantasieprodukt der Wirtschaftsideologen, das mit der natürlichen Lebenswirklichkeit des Menschen, der in Wahrheit ein Meister der Kooperation ist, nur sehr wenig zu tun hat und deshalb sofort abgeschafft gehört. Der einseitige Homo oeconomicus, der Inbegriff menschlich sozialer Verirrung ist, dient aber bis heute als unverrückbare Basis für das derzeitige Weltwirtschaftssystem. Alle Lehrsätze der aktuellen Wirtschaftswissenschaft basieren auf diesem "Menschen-Modell". Mit dem Wegfall des Homo oeconomicus würden alle ökonomischen Lehrsätze und damit das gesamte kapitalistische Wirtschaftssystem jedwede (pseudowissenschaftliche) Gültigkeit verlieren. Gebraucht wird also ein neues, wesentlich intelligenteres System. Sowohl die kapitalistische Marktwirtschaft als auch die kommunistische zentrale Planwirtschaft sind beide völlig einseitige und zu Unrecht aufgeblasene Ideologien. Diese absolut wirklichkeitsfremden Extreme erzeugen auf Dauer maßloses Leid, also alles andere als gerechten Wohlstand für alle.

Die heutigen Folgen einer völlig aus den Fugen geratenen, da nahezu ausschließlich auf Egoismus beruhenden Weltgesellschaft, sind nicht mehr zu übersehen: Die weltweite Umweltverschmutzung und die Lebensraumzerstörung wie auch die Ungerechtigkeit und die Ungleichverteilung mit den nicht mehr zu übersehenden Folgen der Wirtschafts- und Bankenkrisen, eines völlig aus den Fugen geratenen Finanzsystems – gesteuert von ein paar tausend testosteron-beherrschter Yuppies mit Leidenschaft am Zocken – der Terroranschläge und der Flüchtlingskatastrophen, der zunehmenden extremen Proteste und der sich ausbreitenden menschlichen Dummheit und Verrohung, nicht selten verbunden mit der Sehnsucht nach einem starken Führer.

Der oft diskutierte dritte Weg eröffnet sich nicht, wenn man vor den Begriff der Marktwirtschaft lediglich das Adjektiv "sozial" hinzufügt – also "soziale Marktwirtschaft" –, ebenso wenig wie das Hinzufügen des Adjektivs "freiheitlich" vor den Begriff der zentralen Planwirtschaft – also "freiheitliche zentrale Planwirtschaft". Der Schritt zu einem komplett neuen System ist unausweichlich und eigentlich gar nicht so groß.

Die Menschheit braucht jenseits aller Fantasiegebilde so bald wie möglich ein komplett neues Wirtschaftssystem, das endlich der Lebenswirklichkeit des Menschen entspricht, das sowohl die Freiheit des Einzelnen als auch die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit unter einem Dach vereint. Dies leistet die "Kooperationswirtschaft". Sie wird in der Lage sein, Eigenwohl, Gemeinwohl und Universalwohl angemessen miteinander zu verquicken. Nicht länger der größte Egoist, der beispielsweise Mensch und Natur für die Herstellung von billigen Wegwerf-Produkten am effektivsten ausnutzt, soll zukünftig am meisten belohnt werden, sondern der, der angemessen Rücksicht auf Mensch und Natur nimmt und nachhaltige Produkte herstellt. Der, der in vielerlei Hinsicht kooperiert, was mit Rücksichtnahme gemeint ist, soll in der Kooperationswirtschaft Lohn, Anerkennung und Förderung erhalten. Experten aus allen Teilen der Welt werden dazu aufgerufen – möglicherweise unter dem Dach der Vereinten Nationen –, konstruktiv ein solches Wirtschaftssystem zu entwickeln. Den Ausflüchten der Nutznießer des alten Systems, also quasi den Unmöglichkeitsbekundungen der reichen 20%, darf nicht mehr länger Glauben geschenkt werden. Jedes menschgemachte Sys-tem lässt sich verändern, also auch die kapitalistische Markt-wirtschaft.

Damit das Prinzip der Kooperation zum allgemeinen Gesellschaftssystem werden kann, ist eine kulturübergreifende Ethik notwendig. Die Kooperationsethik orientiert sich nicht an traditionellen kulturellen bzw. an traditionellen religiösen Vorstellungen, sondern an dem Prinzip gelingender Kooperation zwischen Menschen, Gruppen und Kulturen. Diesbezüglich lässt sich sowohl destruktives als auch konstruktives Verhalten klar benennen. Die Kooperationsethik beinhaltet damit das Potenzial, weltweit Anerkennung zu erhalten. Sie beantwortet auch die aktuelle Frage nach den zugrunde liegenden Werten gelingender Integration, z. B. der sinnvollen Integration von Flüchtlingen in Deutschland.

Am Ende dieses Bandes soll die dringend notwendige Verbesserung der Demokratie zur "Intelligenten Demokratie" erörtert werden.

 

Im Folgenden eine Auswahl der Kapitel und Themen

Individualismus - Kollektivismus - Kooperation

Der Homo oeconomicus - Egoismus

Kath. Kirche und Kapitalismuskritik

Die Empathie

Die Goldene Regel

Das Prinzip der Kooperation

Menschenrechte und Menschenpflichten

Destruktives Verhalten

Die Kooperationsethik

Die Kooperationswirtschaft

Die Intelligente Demokratie

Leseproben

Die Empathie

Die Goldene Regel